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LURITEC
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Forschungsprojekt
SPREE2011
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Blick in den Berliner Osthafen
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Liebe Leserin, lieber Leser,
nach mehreren Jahren Entwicklungsarbeit ist es nun geschafft: Das Forschungsprojekt SPREE2011 hat die Baugenehmigung für die Pilotanlage im Osthafen erhalten.
Damit starten wir mit der Anwendung einer neu entwickelten Technologie zur Reinhaltung von Gewässern.
Hintergrund
Für alle, die das Vorhaben nicht so genau kennen, hier kurz, woran wir gearbeitet haben:
Weltweit verfügen viele Städte wie Hamburg, Wien, New York, Moskau oder auch Berlin über eine sogenannte Mischkanalisation. In diesem System wird das Abwasser aus den Haushalten zusammen mit dem von den Straßen und Dächern eingeleiteten Regenwasser in einem Rohr gesammelt.
Ist die Kanalisation im Fall von starken Regenfällen überlastet und das Fassungsvermögen erschöpft, wird das Abwasser oftmals ohne Reinigung direkt in Flüsse, Seen und Kanäle geleitet. Die Verschlechterung der Gewässerqualität, eine Gefährdung der Trinkwasservorräte, Fischsterben, Algenwachstum und Badeverbote sind die direkten Folgen.
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Einleiterbauwerk
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Um die Einleitungen zu reduzieren, werden vielfältige Maßnahmen umgesetzt, z. B. Dachbegrünungen, die Bewirtschaftung von Kanälen oder die computergesteuerte Regulierung von Abwasserströmen. Sind diese Maßnahmen ausgeschöpft, werden Regenüberlaufbecken gebaut, meist unterirdische Bauwerke aus Beton, in die das Abwasser zur Zwischenspeicherung eingeleitet wird. Ist der Regen vorbei, wird es von dort zurück in die Kanalisation und dann zum Klärwerk gepumpt.
Obwohl in Deutschland bisher über 23.000 dieser Bauwerke errichtet wurden, diese in der Regel gut funktionieren, und die Wiedererweckung der deutschen Flusslandschaften eng mit ihnen verbunden ist, gibt es bei der Projektierung und Umsetzung viele Nachteile: lange und komplizierte Planungsprozesse, oftmals von jahreszeitlichen Einflüssen unterbrochene Bauphasen, Straßensperrungen und häufige Ungenauigkeiten und Mängel in der Bauausführung.
Berlin
Die Berliner Wasserbetriebe und die Senatsverwaltung für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz haben innerhalb der letzten Jahre umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität umgesetzt. Dennoch werden pro Jahr weiterhin drei bis fünf Milliarden Liter zwar stark verdünntes, aber ungeklärtes, mit Arzneimittelresten, Öl und Schwermetallen belastetes Abwasser in die Berliner Gewässer eingeleitet.
Wir und unsere Partner möchten diese Verhältnisse, die wir für eine europäische Hauptstadt und eine der reichsten Industrienationen der Erde als untragbar ansehen, ändern. Die Spree ist Teil eines weltweiten Wasserkreislaufs, ein sauberer Fluss würde die Lebensqualität in der Stadt erhöhen, das Baden und Schwimmen im Fluss vielen Menschen Freude bereiten.
Forschungsprojekt SPREE2011
Für ein Team aus vier Fachbereichen der Technischen Universität unter Leitung von Prof. Dr.‑Ing. Matthias Barjenbruch, dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin und neun Ingenieurbüros unter Gesamtleitung der LURI.watersystems.GmbH stellte sich die Frage, inwieweit Regenüberlaufbecken insgesamt anwenderfreundlicher, d. h. in kürzeren Planungs- und Bauzeiten, mit einem höheren Genauigkeitsgrad und mit geringeren Kosten erstellt werden können. Die Berliner Wasserbetriebe haben die Entwicklung mit ihrem Know-how unterstützt.
So haben wir, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, eine neue und übertragbare Technologie entwickelt, um zukünftig Einleitungen zu verhindern und Gewässerschutz einfacher und effektiver umzusetzen.
Die Technik – ein neues System für saubere Flüsse und Seen
Erreicht werden konnte das gesteckte Ziel durch die Entwicklung eines Modulsystems und dem damit verbundenen Wechsel von der Einzel- zur Serienfertigung. Das so entwickelte Regenüberlaufbecken – genannt LURITEC – besteht aus baugleichen Elementen, die je nach Funktion geringfügig modifiziert und mit zusätzlichen Aggregaten, Armaturen und Konstruktionen ausgestattet werden. Neben dem Grundmodul gibt es beispielsweise das Reinigungs- oder das Pumpmodul. Die Elemente mit einer Grundabmessung L/B/H von 12,19 m x 2,44 m x 2,44 m werden in der Fabrik vorgefertigt. Sie können durch ihre Maße, die denen von Überseecontainern entsprechen, unkompliziert mit dem Lkw, der Bahn oder per Schiff an den Einsatzort gebracht werden.
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Grundmodul mit Glasfaserrohr (Visualisierung: Sven Flechsenhar)
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Kern- und Herzstück der Anlagen ist ein Glasfaserrohr mit einem Durchmesser von 2 m, der Länge von 12,19 m und einem Fassungsvolumen von ca. 38 m3, das in einer Stahlkonstruktion liegt. Am Einsatzort werden diese Module mit einer Schnellkupplung wie in einem Baukastensystem miteinander verbunden. Die Module sind beliebig kombinierbar und die Anlagen somit in Länge, Breite und Volumen an die jeweiligen Gegebenheiten anpassbar. Die Anlagen werden am Grund des Gewässers befestigt und bleiben damit auch in leerem Zustand unter der Wasseroberfläche verborgen. Das System ist mit Pumpen, Füllstandsmessern, Aggregaten zur Reinigung und einer Abluftbehandelungsanlage ausgestattet und arbeitet vollautomatisch.
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Anlage ohne Aufbauten (Visualisierung: Sven Flechsenhar)
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LURITEC als städtebauliches Element
Viele Kommunen haben ihre stadtnahen Flüsse und Seen als Erholungs- und Entwicklungsgebiete wiederentdeckt und in den Gewässerschutz investiert. Das Bauen am Wasser – häufig auf nicht mehr genutzten Hafenflächen – wurde zentrales Thema der Stadtentwicklung. Barcelona lenkte im Rahmen der Olympischen Spiele 1992 mit der Öffnung der Stadt zum Wasser weltweites Interesse auf dieses Gebiet, die Neugestaltung der Isar in München zeigt, wie eine Stadt an ein solches Thema herangehen kann, und der Bürgermeister von Seoul wurde sogar zum Staatspräsidenten gewählt, nachdem er den ehemals mit einer Autobahn überdeckelten Fluss wieder zum Lebensmittelpunkt der Stadt machte.
Das neu entwickelte Modulsystem kann zu solchen städtebaulichen Ansätzen wertvolle Elemente beisteuern. Auf der Anlage können Plattformen oder Freitreppen zum Gewässer installiert werden. Die Standfestigkeit ist ausreichend oder kann durch Verstärkung der Gründung erhöht werden, um Pavillons, Freilichtkinos und Gartenanlagen zu tragen. Auch kann eine Bepflanzung die oft im Rahmen der Kanalisierung von Gewässern verlorengegangene Ufervegetation bis hin zum Auenwald ersetzen.
LURITEC kann zusätzlich mit einer Pflanzenkläranlage ausgerüstet werden. In der Regel wird das gespeicherte Abwasser nach einigen Stunden Verweildauer wieder in die Kanalisation und von dort zum Klärwerk gepumpt. Sollte dies nicht erwünscht oder nur mit hohem technischen Aufwand möglich sein, übernimmt das Schilfrohr die Abwasserbehandlung bis hin zur Badegewässerqualität. Neben dem Abwasser kann auch das Umgebungswasser aus den Flüssen und Seen durch die Anlage geleitet und damit ebenfalls gereinigt werden.
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LURITEC mit Pflanzenkläranlage (Visualisierung: Sven Flechsenhar)
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Ein kurzer Blick zurück
In den vergangenen vier Jahren, in denen wir geplant und Genehmigungen eingeholt haben, ist neben der reinen technischen Entwicklung noch einiges andere entstanden, über das wir Sie in einem kurzen Überblick informieren wollen.
EXPO in Shanghai 2010 – SPREE 2011 als deutscher Beitrag
SPREE2011 war als Beitrag des Berliner Senats und eines von sechs deutschen Städtebauprojekten Ausstellungspartner des Deutschen Pavillons auf der EXPO 2010 in Shanghai, China. Mit "Better City, Better Life" widmete diese sich zentralen Themen urbanen Lebens und präsentierte Ansätze, deren Ziel die Schaffung eines Gleichgewichts zwischen natürlichem und städtischem Lebensraum ist. Der Deutsche Pavillon setzte diesen Gedanken mit "balancity" – einem Kunstwort aus "balance" und "city" – fort. Die Stadt von Morgen sei eine "Stadt im Gleichgewicht", die ihre Lebensqualität nicht aus Gleichheit bezieht, sondern aus dem Zusammenspiel von Vielfalt und Gegensätzlichkeit, von Stadt und Natur. Für den EXPO‑Beitrag haben wir gemeinsam mit dem Heinrich‑Hertz‑Institut des Fraunhofer‑Instituts für Nachrichtentechnik ein interaktives Spiel entwickelt, bei dem ein Fluss virtuell gereinigt werden kann. Der Spieler durchlebt alle Stationen aus der Perspektive der Entwickler, von der Idee über zwischenzeitlich zu lösende Probleme bis hin zur endgültigen Umsetzung.
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SPREE2011 auf der Expo Shanghai (Foto: Yolanda vom Hagen)
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Ausstellung "WeltWissen. 300 Jahre Wissenschaften in Berlin"
Auch in der Ausstellung "WeltWissen. 300 Jahre Wissenschaften in Berlin", die als Höhepunkt des Berliner Wissenschaftsjahres vom 24. September 2010 bis 9. Januar 2011 im Martin‑Gropius‑Bau zu sehen war, wurde unser Forschungsprojekt vorgestellt. Die Ausstellung stellte die Berliner Wissenschaften in Bezug zur Welt: Im dynamischen Wechselspiel von lokaler Prägung und weltweiter Vernetzung wird in Berlin seit 300 Jahren Wissen über die Welt hervorgebracht, das dann wieder in die Welt hinaus geht.
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SPREE2011 in der Ausstellung „Weltwissen. 300 Jahre Wissenschaften in Berlin“ (Foto: Eberle und Eisfeld)
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Ausstellung "REALSTADT. Wünsche als Wirklichkeit"
Die Ausstellung, die vom 2. Oktober 2010 bis 28. November 2010 im Kraftwerk Mitte gezeigt wurde, handelte nicht nur von der Stadt selbst, sondern auch vom Umgang mit ihr: Rund 250 Architektur- und Stadtmodelle sowie 65 beispielhafte Projekte aus ganz Deutschland – unter ihnen SPREE2011 – erzählten vom Wunsch nach Veränderung und von den Energien, die dafür nötig sind.
Werkstatt N Projekt – Auszeichnung von SPREE2011
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung zeichnete dieses Jahr SPREE2011 mit dem Qualitätslabel "Werkstatt N" für besonders zukunftsweisende Initiativen aus. Projekte und Impulse mit dieser Auszeichnung sollen beispielhaft für Nachhaltigkeits‑Projekte in Deutschland stehen, Nachahmer ermuntern und den Diskurs über Nachhaltigkeit prägen. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde 2001 von der Bundesregierung berufen.
Stadtentwicklungsplan Klima Berlin – System LURITEC im Bereich Gewässerqualität
Der Stadtentwicklungsplan Klima Berlin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, der in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin im Mai dieses Jahr entstand, benennt in seinem Kapitel "Ziele und Maßnahmen im Handlungsfeld Gewässerqualität und Starkregen" unter dem Ziel "Potenziale innovativer Lösungen ausloten" auch das System LURITEC.
Bündnis 90/Die Grünen übernehmen Baden in der Spree in ihr Wahlprogramm
"Zum Umweltschutz gehört für uns genauso Schutz vor Verkehrslärm wie sauberes Wasser – und wenn wir eines Tages wieder in einer sauberen Spree baden können, dann haben wir ein wichtiges Ziel für Berlin erreicht!"
Blick in die Zukunft
Nach rund vier Jahren Entwicklung sind nun alle Genehmigungen der zuständigen Behörden vorhanden. Die Berliner Wasserbetriebe haben nach einer intensiven Arbeitsphase und mit großer fachlicher Unterstützung die Umsetzungsfähigkeit der Anlage bescheinigt. Der erste Rammschlag zum Bau der Pilotanlage kann Ende des Jahres stattfinden.
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Pilotanlage im Berliner Osthafen
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Erster Einsatzort für das System ist die Berliner Stadtspree. Im Osthafen – in unmittelbarer Nähe zu Universal, MTV, dem Badeschiff und der Oberbaumbrücke – wird eine Anlage mit einer Länge von 50 m, einer Breite von ca. 9 m und einem Fassungsvolumen von ca. 500 m3 direkt vor den Einleitungsrohren der Kanalisation in einer Entfernung von 10 Metern zum Ufer installiert. Sie wird rund zwei Jahre lang im Probebetrieb beobachtet, um das Verfahren zu optimieren und kleine Detailänderungen vorzunehmen. Sie wird ca. 19 Mal in Jahr befüllt, nach durchschnittlich 2,2 Stunden wird das Mischwasser dann wieder in die Kanalisation zurückgepumpt.
Eine Insel im Fluss?
Die Idee von SPREE2011 geht über die reine Abwasserspeicherung hinaus: Auf einer Anlage können Plattformen angelegt werden, die beispielsweise Schilfinseln, Garten- oder Freizeitanlagen und Bootsanlegern Platz bieten, und durch deren Verpachtung ein Teil der Kosten refinanziert werden könnte. Während sich das Leben im Wasser erholt, entwickelt sich auch an seiner Oberfläche neues städtisches Leben – auf dem Fluss.
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SPREE2011 mit Solarbootverleih, Café und Gartenanlagen (Visualisierung: Sven Flechsenhar)
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Für die Pilotanlage hatten wir mit Partnern einen Solarbootverleih, ein Café und Gartenanlagen geplant. Sie wird dennoch zunächst ohne eine Oberflächennutzung realisiert werden müssen. Trotz dieser Planung, die das Areal um eine "Insel" im Fluss mit einer ressourcenschonenden und erholungsorientierten Nutzung bereichert hätte, sind bisher hierfür ohne nachvollziehbare Begründung keine Genehmigungen von der BEHALA erteilt worden, einer landeseigenen Gesellschaft, die im Besitz des Ufergrundstücks vor der Pilotanlage ist. Das Betreten der Anlagenoberfläche durch die Öffentlichkeit wird nicht gestattet.
Ankündigungen
Aufbruch an neuen Ufern
Die Lange Nacht von Stadt und Spree
eine Sendung von Barbara Kerneck
Erstausstrahlung: Sonnabend 16./17. September von 0 bis 3 Uhr im Deutschlandradio Kultur
Wiederholung: Sonnabend/Sonntag 17./18. September von 23 bis 2 Uhr im Deutschlandfunk
Über das Verhältnis der Berliner zu ihrem Fluss wird in der Sendung nicht bloß berichtet, es wird zum Klingen gebracht. Neben Songs und Symphonien leiten gefiederte und amphibische ebenso wie engagierte zweibeinige AnwohnerInnen der Spree den Fluss mit ihren Stimmen direkt in Ihre vier Wände.
Mit dem Namen Spree‑Athen verlieh sich Berlin über Jahrhunderte ein Flair von Weltläufigkeit. Aber während ihres Wachstums beutete die Stadt ihren identitätsstiftenden Fluss bloß als Zulieferungskanal aus. Dem Mauerblümchen unter den europäischen Flüssen sang man keine weinseligen Lieder. Während der deutsch‑deutschen Teilung bildete die Spree in der Innenstadt über Strecken die Grenze und wurde zum Niemandsland.
Gerade dies bildete Voraussetzung für ein nie gesehenes Spree‑Revival nach dem Mauerfall. Die brachen Flächen öffneten den Blick, der Fluss erschien den Berlinern als Geschenk. Sie nutzten die zurückgewonnenen Ufer als Naherholungsgebiet. Im ehemaligen Ostteil der Stadt bilden junge, heute berühmte Veranstaltungsorte wie die Arena oder das Radialsystem V zusammen mit der längsten Open Air‑Galerie der Welt eine Kulturmeile neuer Art. Über das Wasser beeinflussen sich Menschen und Projekte. Sogar der Binnenschiffer plant einen Theaterkahn. Derweil kämpfen verschiedene Bürgerinitiativen energisch um den Fluss. Denn Berlin ist die einzige deutsche Großstadt, die auch ihr Trinkwasser innerhalb der eigenen Grenzen gewinnt. Die Spree fließt durch die Berliner hindurch.
Nicht‑Nachteulen können die Sendung synchron von ihrem Computer aufzeichnen lassen, mit der unentgeltlichen Software: http://player.phonostar.de/partner/dradio-recorder
StadtspreeKiezspree
Planungslabor der TU Berlin
Ausstellung- und Planungslabortage im DAZ,
Deutsches Architekturzentrum
Köpenicker Straße 48-49
22. September bis 3. Oktober 2011
Im Rahmen seiner einjährigen städtebaulichen Projektarbeit für die Obere Stadtspree, zwischen Jannowitz- und Elsenbrücke ist das Planungslabor der TU Berlin vom Deutschen Architekturzentrum (DAZ) und lokalen Akteuren eingeladen, Ende September mit seinen Studierenden, Planungsexperten als auch der Zivilgesellschaft Planungsworkshops und Aktionen zum Gebiet durchzuführen. Aufbauend auf einer großmaßstäblichen Potenzialkarte als Konsensentscheidung aller Beteiligten, wird der Spreeraum momentan in Fokusgebieten weiterführend bearbeitet, um lebenswerte Spreekieze zu projektieren. Wie sieht eine Planung aus, die die Spree als wesentlichen Raum und das Wasser als charakterisierendes Element versteht? Das ist die zentrale Frage der Veranstaltung. Interesse ist es, lokale Akteure in partizipativen Arbeitsformaten vor Ort einzubinden, um öffentliche Räume und Orte des täglichen Bedarfs genauso wie Wohnraum und Erholungsangebote am Wasser zu thematisieren. Begleitet werden diese zwölftägigen Labortage durch Planungsworkshops, Exkursionen zu Land und zu Wasser und einer öffentlichen Ausstellung ausgewählter studentischer Arbeiten zum Thema. Unterstützt wird das Vorhaben durch die Kooperation mit id22 und der Veranstaltung "Experimentdays 2011".
Lesestoff
Auf unserer Website www.spree2011.de sind mehrere neue Bilderserien eingestellt, zum
Beispiel:
Elektropolis
Man schreibt das Jahr 1927.
Im Halenseeschen Lunapark, einem der bekanntesten Vergnügungsorte auf dem Kontinent, sind Mitte Mai die internationalen "Meister des Wassers" eingefahren. In ihrer ehrenvollen Anwesenheit übergibt man das Gebäude eines Wellenbades der breiten Öffentlichkeit. Während der Wettkämpfe des Schwimm- und Sportklubs Berlin, den größten, die die Stadt bisher erlebt hat, kann man die deutschen Stars Erich Rademacher, Herbert Heinrich und Hans Luber ...
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Wasserfeste
Eine der unvergesslichsten und magischsten Szenen der Filmgeschichte ist die Traumsequenz aus Emir Kusturicas "Time of the Gypsies". Der Traum einer Zigeunerhochzeit auf einem Floß inmitten eines breit dahinströmenden Flusses im blauen Licht der Dämmerung, und auf dem spiegelnden Dunkel des Wassers leuchtet das Feuer unzähliger Fackeln. Dunkelheit, die spiegelnden Fluten eines Flusses, Feuer und Musik, in vielen Kulturen gibt es Feste, die mit einem Zusammenspiel ...
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Fische in der Spree
Der ehemals reiche und vielfältige Fischbestand der Region konnte sich erst durch die Entstehung des dichten Brandenburger und Berliner Gewässernetzes entwickeln. Diese Gewässerlandschaft bildete sich vor ungefähr 10.000 Jahren durch das Abschmelzen des Weichselgletschers, der im südöstlichen Mittelgebirgsraum lag, und durch den auch das Berliner Urstromtal entstand. Die Fläche des heutigen Stadtzentrums von Berlin lag fast gänzlich im Wasser. Sichtbare Reste sind die vielen ...
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Seuthopolis – Stadt aus den Fluten
Ein blau schimmernder illuminierter Ring im Wasser, der so groß ist, dass er aus der Stratosphäre mit bloßem Auge erkennbar sein wird: Das ist das Projekt des bulgarischen Architekten Jeko Tilev. Der Initiator des Seuthopolis Projektes hat Gigantisches vor. Er will die antike thrakische Stadt Seuthopolis, die durch die Flutung des im Jahr 1948 bis 1954 errichteten bulgarischen Koprinka‑Staudammes in den Wassermassen versunken ist, trockenlegen und für Besucher ...
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Visualisierung Seuthopolis (Visualisierung: Jeko Tilev)
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Fließende Wasser – Flusslandschaften der Alpen und Mitteleuropas
Fließgewässer gehören zu den vielfältigsten und biologisch reichsten Landschaftselementen und üben auf viele Menschen eine besondere Faszination aus. Vom Gletscherabfluss und der kleinen Quelle bis zum tosenden Fluss und mäandrierenden Tieflandstrom bietet die Natur unzählige Variationen zum Thema. "Fließende Wasser" nimmt den Leser in Text und Bild mit auf eine Reise entlang unserer Fließgewässer und geht Fragen ...
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Wir freuen uns über Ihr Interesse und halten Sie gern weiter auf dem Laufenden.
Das Team von SPREE2011 und LURI.watersystems
Berlin, 29. Juli 2011
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LURI.watersystems.GmbH
Dipl.-Ing. Ralf Steeg,
Tom Crampe,
Klaus Gabrielli
HRB 102111 B
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Ust-Id Nr: DE249764981
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Köpenicker Straße 48–49
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Gestaltung:
studio adhoc, Agentur für ganzheitliche Kommunikation Gmbh
Daniel Müller - Webdesign & Systemadministration
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