Die Hauptstadt zu Wasser erobern
„Berlin am Meer, wenn es so wär`“ trällerte die
Hauptstadtcombo Jeans Team 2004 und lieferte einen genialen
Sommersong mit elektronischer Unterlegung. Dass man diesen
Gedanken nicht im Konjunktiv formulieren muss, wusste schon
Conny Froboess, die sang „Pack die Badehose ein …“
und empfahl West-Insulanern den Wannsee als Adriaersatz.
Berlin ist nicht nur für Landratten geschaffen, denn es hat längere...
Man schreibt das Jahr 1927.
Im Halenseeschen Lunapark, einem der bekanntesten Vergnügungsorte auf dem Kontinent, sind Mitte Mai die internationalen „Meister des Wassers“ eingefahren. In ihrer ehrenvollen Anwesenheit übergibt man das Gebäude eines Wellen- bades der breiten Öffentlichkeit. Während der Wettkämpfe des Schwimm- und Sportklubs Berlin, den größten, die die Stadt bisher erlebt hat, kann man die deutschen Stars Erich Rademacher, Herbert Heinrich und Hans Luber...
49 Brücken überqueren die Spree in ihrem Verlauf vom Müggelsee bis zur Mündung des Flusses in die Havel im Bezirk Spandau. Wir sind von Ost nach West durch Berlin gewandert und haben die Spree fotografiert, von jeder Brücke flussab- und flussaufwärts: eine Bilderreise durch die Stadt.
Im 18. und 19. Jahrhundert waren Flussbäder in Europa eine weit verbreitete und beliebte Form der öffentlichen Badeanstalt. Auch auf der Elbe gab es in vielen größeren Städten Bäder, die meist aus Flößen bestanden. Sie waren durch Ketten am Ufer befestigt und konnten über Stege oder Gondeln erreicht werden. Da im 18. Jahrhundert nur wenige Menschen schwimmen konnten, waren die Floßbäder in Zellen unterteilt, in denen die Gäste über eine Treppe in einen Korb gelangten, der durch eine Öffnung in den ...
Als 1761 auf der Seine das erste Badeschiff der Geschichte eröffnet wurde, war das nicht nur eine technische Innovation, sondern gleichermaßen Ausdruck für ein neues Verhältnis zur Körperhygiene. Schon seit dem späten Mittelalter war das Baden in Verruf geraten. Es galt als sündhaftes Laster, da es mit Unzucht und Nackheit verbunden wurde. Die Kirche ging sogar soweit, es als Luxus und Verweichlichung zu stigmatisieren und das öffentliche Baden ganz zu verbieten. Zwar breiteten sich in der ...
Im Berliner Osthafen, in unmittel- barer Nähe zu Universal, MTV, dem Badeschiff und der Oberbaumbrücke entsteht die erste Anlage zur Spei- cherung von Mischwasser innerhalb des Forschungsprojekts SPREE2011. Die Idee hinter dem Projekt: Das Baden in der Spree, mitten in Berlin soll wieder möglich, Einleitungen von Abwasser in den Fluss wesentlich re- duziert werden. Im 19. Jahrhundert gab es mehr als 30 Badeanstalten entlang der Spree. Erst 1925 wur- de die Letzte wegen der hohen ...
Eine der unvergesslichsten und magischsten Szenen der Film- geschichte ist die Traumsequenz aus Emir Kusturicas Time of the Gypsies. Der Traum einer Zigeunerhochzeit auf einem Floß inmitten eines breit dahinströmenden Flusses im blauen Licht der Dämmerung, und auf dem spiegelnden Dunkel des Wassers leuchtet das Feuer unzähliger Fackeln. Dunkelheit, die spiegelnden Fluten eines Flusses, Feuer und Musik, in vielen Kulturen gibt es Feste, die mit einem Zusammenspiel...
Wasser und Zeit sind die Konstanten im Werk von Philipp Geist. Der Künstler, Autodidakt und Wahl-Berliner arbeitet international in den Medien Videoinstallation, Audio/Visuelle Performance, Malerei und Fotografie. Seine Projekte sind in erster Linie gekennzeichnet durch ihre Integration von Raum, Ton und Bewegbild. Die Video-Raum-Installation ''Riverine Zones'' nimmt den Betrachter mit auf eine Entdeckungsreise durch internationale Flüsse. Der Künstler macht eine Welt...
„Das Wasser ist das Beste.“ – Dieser einfache wie prägnante Satz gibt dem nassen Element eine schlichte Würdigung und markiert gleichzeitig einen zentralen Wendepunkt in der europäischen Geistesgeschichte. Gesprochen hat ihn der Überlieferung nach Thales, der erste Philosoph Europas. In der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts v. Chr. lebten in der ionischen Hafenstadt Milet eine Reihe von reichen Kaufleuten, die den Grundstein für die modernen Naturwissenschaften, ja für unsere...
„Und er zeigte mir einen lauteren Strom des lebendigen Wassers, klar wie ein Kristall; der ging aus von dem Stuhl Gottes… Und wen dürstet der komme und wer da will der nehme das Wasser des Lebens umsonst“ (Offenbarung des Johannes 22). In vielen Religionen werden die Flüsse von einem göttlichen Wesen beherrscht, sind selbst von göttlichem Wesen oder symbolisieren das Göttliche. Wasser garantiert nicht nur das Überleben im tatsächlichen Sinne, sondern steht auch für das Geistige und...
Der ehemals reiche und vielfältige Fischbestand der Region konnte sich erst durch die Entstehung des dichten Brandenburger und Berliner Gewässernetzes entwickeln. Diese Gewässerlandschaft bildete sich vor ungefähr 10 000 Jahren durch das Abschmelzen des Weichselgletschers, der im südöstlichen Mittelgebirgsraum lag und durch den auch das Berliner Urstromtal entstand. Die Fläche des heutigen Stadtzentrums von Berlin lag fast gänzlich im Wasser. Sichtbare Reste sind die vielen...
Das Spreetal wird im Raum Berlin von den beiden Grundmoränen des Teltow im Süden und des Barnim im Norden begrenzt. Die Spree durchfloss als breiter, vielfach gewundener Flachlandfluss ausgedehnte Wälder, die vielerorts im Auenbereich der Spree lagen.
Algen gehören zu den ältesten Organismen unserer Erde. Die Algen leben in Süß- und Salzwasser und umfassen mikroskopisch kleine Einzeller der Mikroalgen gleichermaßen wie die bis zu 50 m langen Riesentange der Makroalgen. Die Gruppe der Mikroalgen umfasst mehr als 30.000 verschiedene Arten. Diese kleinen Algen produzieren schon seit Millionen von Jahren aus Kohlendioxid, Sonnenlicht und Mineralien Sauerstoff und sind Nahrungsgrundlage für Mensch und Tier. Sie sind reich an wertvollen ...
Die Spree – Identität stiftender Fluss für Brandenburg und Berlin – ist eigentlich eine Sächsin. Ihre Quellen liegen im Lausitzer Bergland an der tschechischen Grenze auf fast 500 m; die höchstgelegene gefasste Quelle ist mit 480 m die Walddorfer Quelle am Kottmar. Nach 382 km Flusslauf und 450 m Gefälle mündet sie in Berlin in die Havel. Legt man die Einzugsgebiete zugrunde, so mündet eigentlich die Havel umgekehrt in die Spree, da die Spree mit 10.105 km2 ein gut dreimal so großes EZG besitzt ...
Seit die Spree wieder für alle in Berlin von allen Seiten zugänglich ist, strebt der Kulturbetrieb an die Ufer. Dies verändert zuerst das Leben im Haus der Kulturen der Welt und dann das Haus selbst. Die 1957 eröffnete, damalige Kongresshalle am Rande des Tiergartens war als Tor Westberlins zur Welt konzipiert und ein architektonisches Wahrzeichen der westlichen Moderne. Sie erhebt sich auf einem künstlichen Hügel, das Dach ...
Ein blau schimmernder illuminierter Ring im Wasser der so groß ist, dass er aus der Stratosphäre mit bloßem Auge erkennbar sein wird: Das ist das Projekt des bulgarischen Architekten Jeko Tilev. Der Initiator des Seuthopolis Projektes hat Gigantisches vor. Er will die antike thrakische Stadt Seuthopolis, die durch die Flutung des im Jahr 1948-1954 errichteten bulgarischen Koprinca Staudammes in den Wassermassen versunken ist, trockenlegen und für Besucher ...
Fließgewässer gehören zu den vielfältigsten und biologisch reichsten Landschaftselementen und üben auf viele Menschen eine besondere Faszination aus. Vom Gletscherabfluss und der kleinen Quelle bis zum tosenden Fluss und mäandrierenden Tieflandstrom bietet die Natur unzählige Variationen zum Thema. Fließende Wasser“ nimmt den Leser in Text und Bild mit auf eine Reise entlang unserer Fließgewässer und geht Fragen ...
Element Wasser |
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|---|---|
| Gesamtmenge: | 1,4 Milliarden Kubikkilometer |
| Meere: | 83,51 % |
| Nicht förderbares Grundwasser (zu tief): | 15,45 % |
| Polareis: | 1,007 % |
| Flüsse: | 0,015 % |
| Förderbares Grundwasser: | 0,015 % |
| Atmosphäre: | 0,0008 % |
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Die Stadt hat, vom Wasser aus ge- sehen, eine andere Physiognomie; eine intimere und ehrfürchtigere zu- gleich. (...) Die verborgenen Heim- lichkeiten alter Häuser und neuer Mietskasernen offenbaren sich der Wasserseite. Höfe, Gänge, Balkons, alte Tore, Misthaufen, Intimitäten jener Häuser, die der lauten Straße gegenüber verschlossen und diskret sind. Vor der Verschwiegenheit des Wassers dürfen sie sich im im Negligé zeigen.“ ...
Nachts leuchtet weithin sichtbar der gläserne Kubus auf dem ehemaligen NARVA-Glühbirnen Werk, ein blaues Leuchtfeuer über einer Gegend, die noch vor 15 Jahren weitgehend brach lag. Ein Stück flussaufwärts glimmt am Treptower Ufer ein orange schwebendes Oval: das auf dem Wasser gelandete Ufo des Badeschiffs, das sich im Winter in eine Saunahöhle verwandelt.
NARVA-Werk, Universal und MTV, Badeschiff und die unzähligen Spree-Sandstrände mit Bars ...
Die Musik spielt an der Spree“ und
„Berlin gibt den Ton an“ – spätestens
seit die Zentrale von Universal Music
2002 ein ehemaliges Eierkühlhaus im
Berliner Osthafen bezogen hat,
gilt Berlin als Musikhauptstadt
Deutschlands und die Oberspree
zwischen Jannowitzbrücke und
Elsenbrücke als angesagte Adresse
für Musik- und andere Medienunter-
nehmen.
Am Kreuzberger Ufer der Spree, wo im 19. Jahrhundert Gewerbehöfe und Fabriken aus dem Boden ...
Mein Schiff fährt Container um die
Welt. Sie hat einen englischen
Namen, einen deutschen Reeder und
eine liberianische Flagge, die sie
noch nie zu Hause zeigen konnte.
Sie ist aufgewachsen auf einer chi-
nesischen Werft, hat einen italieni-
schen Charterer, einen Obermaschi-
nisten aus Polen, einen 1. Offizier
aus Kroatien, einen zweiten Ingenieur
aus Litauen.
Und dann hat sie neunzehn Männer aus Burma, das man jetzt Myanmar nennen soll. Der Kapitän kommt ...
Im ersten Satz der Film-Sinfonie berichten Menschen von ihrem Le- ben am und mit dem Fluss - ein Bo- denkundler aus dem Spreewald, ein Fischer vom Neuendorfer See, ein Biologe, der die Flusssohle erforscht. Damit die Hauptstadt leuchtet, leistet die 15.000 Jahre alte Spree täglich ihren Beitrag zur Energieerzeugung in der Lausitz.
Im zweiten Satz der Spreesinfonie erleben wir den Fluss wie in ...
Die Spree – der deutsche Haupt-
stadtfluss. Ohne sie gäbe es nicht
Berlin. Auf ihrem 396 km langen
Weg von der Quelle bis zur Mündung
durchquert sie die Bundesländer
Sachsen, Brandenburg und Berlin.
Zusammen mit Hedwig Korte hat der
Schriftsteller und Filmemacher Gerd
Conradt den Fluss erkundet und des-
sen Geschichten zu einem Buch wer-
den lassen. „An der Spree“ enthält
Geschichten von Menschen die eng
mit dem Fluss verbunden sind. Au-
thentische Gespräche geben Ein-
blick: Baudenwirt, Ortschronist, ...
Baden in der Spree - im 21. Jahr- hundert nicht minder gefährlich als im ausgehenden 18. Jahrhundert. Heute sind es eher die Verschmut- zungen im Hauptstadtfluss, die Schwimmer abschrecken. Vor 200 Jahren waren es wohl die mangeln- den Schwimmkünste der Berliner, die das Berliner Polizeidirektorium veranlasste, wiederholt das Eintau- chen in die Spreefluten zu unter- sagen. Daher galt: Schwimmen „... wird hiermit bey harter Ahndung un- tersagt und sollen die Übertreter die- ses Verbots sofort arritirt ...
Das große Wettschwimmen über die 5 km lange Spreestrecke durch die Reichshauptstadt im Juli 1926.
Sieger: Ernst Vierkötter (* 14. August 1901 in Köln; † 13. Dezember 1967 in Toronto, Kanada)
Vierkötter profilierte sich in den 1920er Jahren als deutscher Langstreckenschwimmer und war 20 Jahre lang Rekordhalter beim Durchschwimmen des Ärmelkanals."
Träume haben wir alle, nur Künstler
versuchen alles, um sie wahr wer-
den zu lassen. Wenn dieser Satz
vom Künstler als kollektivem Traum-
fänger zutrifft, dann wundert es
nicht, wie viele Kunstprojekte sich
intensiv mit dem Thema Wasser
auseinandersetzen. Auf dem Grund
des stillen Sees schläft die Seele,
sagen die Chinesen, und tatsächlich
durchdringt das Wasser Körper und
Seele des Menschen auf verschie-
denste Weise. Nicht nur, weil das Le-
ben im Meer begann. Wasser ist ne-
ben der Atemluft unser ...