Element Wasser |
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|---|---|
| Gesamtmenge: | 1,4 Milliarden Kubikkilometer |
| Meere: | 83,51 % |
| Nicht förderbares Grundwasser (zu tief): | 15,45 % |
| Polareis: | 1,007 % |
| Flüsse: | 0,015 % |
| Förderbares Grundwasser: | 0,015 % |
| Atmosphäre: | 0,0008 % |
| Anteil von Süßwasser am Wasservorkommen der Erde: | 2,6-3 % |
| Anteil von verfügbarem Trinkwasser am Wasservorkommen der Erde: | 0,3 % |
Definition (nach EU-Richtlinien): Trinkwasser soll appetitlich sein und zum Genuss anregen. Es soll farblos, klar, kühl, geruchlos und geschmacklich einwandfrei sein. Trinkwasser muss frei von Krankheitserregern sein und darf keine gesundheitsschädigenden Eigenschaften haben.Es soll keimarm sein.
Trinkwasser ist Süßwasser mit einem so hohen Maß an Reinheit, dass es für den menschlichen Gebrauch, insbesondere zum Trinken und zur Zubereitung von Speisen, geeignet ist (Salzgehalt geringer als 1 g Salz/kg Wasser). Die häufigsten in Wasser gelöst enthaltenen Mineralstoffe sind Calcium-, Magnesium-, Carbonat-, Hydrogencarbonat- und Sulfat- Ionen. Der pH-Wert muss zwischen 6,5 und 9,5 liegen.
Trinkwasser wird in Mitteleuropa zumeist als Grundwasser aus Brunnen und Quellen gewonnen. In einigen Gebieten (und weltweit überwiegend) wird Oberflächenwasser (etwa aus Talsperren, dem Bodensee oder Flüssen) verwendet. Dabei wird das Wasser entweder direkt aus dem Gewässer entnommen oder als Uferfiltrat aus Brunnen in Gewässernähe zu Trinkwasser aufbereitet.
Zur Sicherung des täglichen Bedarfs benötigt jeder Mensch 20 bis 50 Liter sauberes Trinkwasser (tatsächlicher Verbrauch in Indien: 25 Liter/Tag, Berlin: 125 Liter/Tag, in den USA: 382 Liter/Tag (Stand 2005)). Während in Französisch-Guayana jedem Einwohner pro Jahr 812.000 Liter Wasser zur Verfügung stehen, sind es im Gaza-Streifen nur 52.000 und in Kuweit nur 10.000 Liter.
Weltweit werden (mit erheblichen regionalen Unterschieden) 70 % des Trinkwassers in der Landwirtschaft, 22 % in der Industrie und 8 % für den häuslichen Bedarf verbraucht.
Verteilung des Trinkwassers im Haushalt in Westeuropa: |
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| Baden und Duschen: | 34% |
| WC-Spülung: | 22% |
| Wäschewaschen: | 17% |
| Körperpflege: | 7% |
| Geschirrspülen: | 6% |
| Sonstiges (Auto/Garten): | 6% |
| Wohnungsreinigung: | 5% |
| Trinken und Kochen: | 3% |
In Deutschland gibt eine Person durchschnittlich 0,4 Prozent des Durchschnittseinkommens für Wasser aus. Mehr als 1 Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu ausreichendem Trinkwasser. Weltweit leben 2,6 Milliarden Menschen ohne ausreichende Sanitärversorgung. In 80 Ländern der Erde herrscht derzeit bereits Wasserknappheit und die Zahl der betroffenen Menschen wird nach Angaben der UN bis 2030 auf 5,4 Milliarden steigen. Täglich sterben 4.000 Kinder an Wassermangel und verunreinigtem Wasser. Der Zugang zu sanitären Einrichtungen beträgt in Industrieländern 98 %, in Entwicklungsländern nur 49 %.
Würden jetzt pro Jahr weltweit 11,3 Milliarden US-Dollar mehr in den Wasserbereich investiert, würde dies in Zukunft Einsparungen in Höhe von 84 Milliarden Dollar jährlich bedeuten. Weltweit werden lediglich fünf Prozent der Abwässer geklärt. Jeden Tag gelangen rund zwei Millionen Tonnen Abfall in Flüsse und Seen, insgesamt werden so rund 12.000 Kubikkilometer Wasser verschmutzt.
Ursachen für Trinkwassermangel: Demokratiedefizite, ungleiche Machtverhältnisse, ungleiche inner- und zwischenstaatliche Wirtschaftsverhältnisse, marode und vernachlässigte Wasserver- und Entsorgungssysteme, Wasserdiebstahl, klimatische Ursachen (erwartete Klimaänderungen könnten in Zukunft in vielen Länder mit Wasserknappheit den Abfluss und die Grundwasserspeisung weiter vermindern – zum Beispiel in Zentralasien, im Süden Afrikas und in Mittelmeerländern).
Was war der größte medizinische Fortschritt vom 19. Jahrhundert bis heute? So lautete die Frage, die das renommierte „British Medical Journal“ stellte. Experten und Laien sollten darüber abstimmen, was sie für die größte Errungenschaft der Medizin seit 1840 hielten, dem Gründungsjahr der Medizinzeitschrift aus England.
Die Entscheidung: Die meisten Stimmen bekam aber keine sensationelle Nobelpreisentdeckung, sondern: die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und die Entsorgung von Abwässern.
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