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      Projekt

      SPREE2011 hat ein Ziel:

      Der Fluss der Hauptstadt soll wieder ein sauberes Gewässer werden, in das Flora und Fauna zurückkehren, und in dem die Menschen bedenken-
      los baden können. Weltweit wenden sich Städte wieder ihren Flüssen zu. In Hamburg, Kopenhagen, München und Bern trifft man sich an den Ufern zum Flanieren und zum Baden. Auch Berlin hat die Spree nach jahr-
      zehntelanger Vernachlässigung für sich entdeckt: Das Regierungsviertel liegt hier, Strandbars, Hotels auf Schiffen, Bürogebäude entstehen, dichtes Gedränge auf dem Bade-
      schiff – die Hauptstädter wollen zum Wasser. Mehr noch: An heißen Sommertagen wollen sie gerne auch ins Wasser.

      Baden im Fluss in Bern: Bald auch in Berlin? - Foto: Alessandro della Valle

      Aber das geht nicht. Noch nicht. Warum?

      Obwohl viele Verschmutzungsquellen in den vergangenen Jahren beseitigt wurden, gibt es ein bisher fast unlösbares Problem: Wenn es stark regnet, läuft die Kanalisation über, und ein Gemisch aus verschmutztem Regenwasser und Abwasser aus den Haushalten fließt in die Spree. Das geschieht 20 bis 30 Mal pro Jahr. Herkömmliche Methoden zur Ver-
      meidung der Verschmutzung – zum Beispiel der Bau unterirdischer Regenüberlaufbecken – sind auf-
      grund der hohen Kosten allerdings kaum finanzierbar.

      Gründerzeitbebauung in Berlin. Unter der Straße befindet sich die Mischkanalisation - Abb. LURI©S. Flechsenhar

      Mischkanalisation

      Mischkanalisation: Das Abwasser aus Haushalten und Regenwasser von Dächern und Straßen fließt in einem Rohr zusammen. - Abb. LURI©S. Flechsenhar
      Berliner Mischwassersystem innerhalb des S-Bahn Rings - Abb. LURI©Sven Flechsenhar

      Unterirdisches Regenüberlaufbecken

      Unterirdisches Regenüberlaufbecken (Systemzeichnung) - Abb. LURI©Sven Flechsenhar

      Technologie und Finanzierungsmodell

      Die Initiatoren und Entwickler von SPREE2011 haben eine neue Tech-
      nologie und ein neues Finanzierungs-
      modell entwickelt, um diese Einlei-
      tungen zu verhindern: Ein Modulsys-
      tem aus miteinander verbundenen Behältern wird direkt im Gewässer vor den Einleitungspunkten der Kanalisation installiert. Die Anlage befindet sich unterhalb der Wasser-
      oberfläche und wird an der Ge-
      wässersohle verankert. Kommt
      es während starker Regenfälle zu Überläufen, nimmt das System das Abwasser auf und speichert es. Lässt der Regen nach, und ist die Kanali-
      sation nach einigen Stunden wieder frei, wird das Wasser zurückge-
      pumpt. Durch die Verlagerung in das Gewässer und die Verwendung alternativer Materialien ist dieses Verfahren im Vergleich zu kon-
      ventionellen Regenüberlaufbecken erheblich schneller und kosten-
      günstiger zu installieren.

      Über dem Wasser befinden sich nur einige Stahlträger - Abb. LURI©Sven Flechsenhar

      Vielfältige Nutzungen

      Zudem schafft die Oberfläche des Systems Raum für vielfältige Nutzungen, die in manchen Fällen sogar zur Finanzierung der Gesamt-
      anlage beitragen können: Schilf-
      inseln, Gartenanlagen, Plattformen oder Bebauungen mit Freilichtkinos und Cafés. Während sich das Leben im Wasser erholt, wird sich auch an seiner Oberfläche neues städtisches Leben entwickeln – auf dem Fluss.

      Schwimmender Garten - Abb. LURI©Sven Flechsenhar

      Szenario

      Plattform - Abb. LURI©Sven Flechsenhar

      Szenario

      Freibad - Abb. LURI©Sven Flechsenhar

      Szenario

      Campingplatz - Abb. LURI©Sven Flechsenhar

      Szenario

      Plattform mit ... - Abb. LURI©Sven Flechsenhar

      Szenario

      ... schwimmendem Garten ... - Abb. LURI©Sven Flechsenhar

      Szenario

      ... Pavillon, Aussichtsplattform, Solaranlagen... - Abb. LURI©Sven Flechsenhar

      Szenario

      ... Solarbootverleih, Solartankstelle, Cafés, Informationszentrum Wassersport, Wassertaxihaltestelle - Abb. LURI©Sven Flechsenhar

      Szenario: Café

      Café Spree-Athen - Abb. LURI©Sven Flechsenhar

      Szenario

      Lage der Pilotanlage im Osthafen - Abb. LURI©Sven Flechsenhar

      Szenario

      Lage der Pilotanlage im Osthafen - Abb. LURI©Sven Flechsenhar
      Die Vision: der Sprung von der Brücke in die Spree - Foto: Franziska Scheidegger, [M] LURI
      Gefördert durch:
      Bundesministerium für Bildung und Forschung Projektträger Forschungszentrum Karlsruhe Bereich Wassertechnologie und Entsorgung Berliner Wasserbetriebe
      Mit freundlicher
      Unterstützung:
      Kompetenzzentrum Wasser Berlin KSB - Pumpen, Arnaturen, Systeme
      Ausstellungspartner des
      Deutschen Pavillons
      balancity - EXPO 2010
      EXPO 2010 'Better City, Better Life'