Projekt
Zur Organisation
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Seit wann gibt es das Projekt SPREE2011?
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Mit dem Projekt wurde im Jahr 2002 begonnen.
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Wer steht hinter dem Projekt SPREE2011?
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Das Projekt wurde von Ralf Steeg und seiner Firma Botanisches Büro ins Leben gerufen. Seit dem Jahr 2003 ist die ecom.AG/Köln gleichberechtigter Partner. Im April 2006 wurde eine gemeinsame GmbH, die LURI.watersystems.GmbH, zur Durchführung des Vorhabens gegründet. In den beiden Büros der LURI in Berlin und Köln sind mittlerweile fünf Mitarbeiter beschäftigt. Für die Unternehmenskommunikation ist die Agentur sally below cultural affairs zuständig.
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Wie kann man das Projekt unterstützen?
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Sie können SPREE2011 mit Ihrem Wissen, Ihrer Arbeitskraft, Geld oder einfach Ihrem gutem Namen unterstützen. Wenden sie sich dazu direkt an den Verein SPREE2011.Fluss und Stadt e. V.
Zur Technologie SPREE2011
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Wie funktioniert das System?
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Wenn es stark regnet, sind die Abwassermengen für die Berliner Kanalisation zu groß. Das überschüssige Abwasser wird dann regelmäßig in die Spree geleitet. Die Lösung ist einfach: Direkt an die Abwasserrohre, die in die Spree münden, werden Auffangbehälter angeschlossen. In diesen Behältern wird das Abwasser kurzfristig (zwischen 6 und 48 Stunden) zwischengespeichert. Die Oberflächen dieser Behälter können z.B. für Cafés, Open-Air-Kinos, Grünanlagen oder Freizeiteinrichtungen genutzt werden.
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Was passiert mit dem Abwasser, wenn die Tanks voll sind?
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Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
- Das Abwasser wird nach Ende der Regenfälle wieder in die Kanalisation zurückgepumpt und gelangt von dort zum Klärwerk.
- Das Abwasser wird vor Ort, direkt in den Modulen gereinigt.
Beide Varianten sollen in der Pilotanlage getestet werden.
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Gibt es so eine Technologie schon?
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Nein. Es gab bisher einige Ansätze, Speicherbehältnisse in das Wasser zu verlagern, so z.B. den Auffangbehälter "Moby Dick" in Hamburg. Erst jetzt ist aber die Gesamttechnologie der Mischwasserspeicherung so weit entwickelt, dass man von einem reibungslosen Betrieb ausgehen kann.
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Wie viele Module werden gebraucht, um das Abwasser aufzufangen?
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Für den ersten Abschnitt zwischen Elsenbrücke und Oberbaumbrücke insgesamt drei mit einem gesamten Fassungsvermögen von ca. 8000 m3.
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Schwimmen die Module?
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Nein. Sie sind so konzipiert, dass sie auf dem Boden der Spree befestigt werden und auch in leerem Zustand nicht aufschwimmen. Erst damit ergibt sich die Möglichkeit, dass sie dort, wo es gewünscht ist, auch völlig unter der Wasseroberfläche sein können.
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Was passiert mit dem Schlamm in den Containern? Müssen sie manuell gereinigt werden?
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Der Betrieb der Anlage soll vollautomatisch erfolgen, also inklusive der Reinigung und Schlammentfernung.
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Entsteht durch die Speicherung von Mischwasser Geruch?
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Nein. Inzwischen ist die Technologie der Mischwasserspeicherung so weit entwickelt, dass von einem geruchsfreien Betrieb ausgegangen werden kann. So wurde beispielsweise in Hamburg ein großes Bürogebäude, der "Berliner Bogen", über einem 22.000 m3 fassenden Mischwasserspeicher errichtet.
Zur Pilotanlage
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Wie weit ist die Umsetzung des Pilotprojektes? Ist es schon in Planung?
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Der avisierte Baubeginn ist Sommer 2011.
Zum Städtebau
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Welche Flächen nimmt die Anlage ein?
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Im ersten Bauabschnitt im Osthafen ca. 450 m2. Dies entspricht 0,18 Prozent der Wasserfläche zwischen Elsen- und Oberbaumbrücke. Die Pilotanlage hat eine Größe von ca. 50 m x 9 m. Dies entspricht ungefähr den Abmessungen eines der Ausflugsschiffe, die auf der Spree verkehren.
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Wird der Fluss durch die Inseln träger oder schneller fließen?
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Das Ergebnis der Untersuchungen der Technischen Universität Berlin, Fachgebiet Hydroinformatik unter der Leitung von Prof. Hinkelmann, zeigt: Die Veränderungen des Strömungsverhaltens der Spree sind minimal und kaum messbar.
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Behindert die Anlage die Schifffahrt?
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Nein. Die Module stehen außerhalb der Schifffahrtsrinne. Im ersten Bauabschnitt (Osthafen) ist die Spree ca. 230 m breit, die Pilotanlage lediglich 20 m.
Zur Finanzierung
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Was kostet die erste Anlage?
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1 Mio Euro
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Wie stehen die Speicher im Kostenvergleich mit konventionellen Systemen da?
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Die Kosten für das System liegen ca. 30 - 40 % unter denen konventioneller Betonspeicher. Durch die Verpachtung der Oberflächen und die dadurch beabsichtigte Co-Finanzierung der Speicherbecken können die Kosten nochmals erheblich gesenkt werden.
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Wer finanziert das Projekt?
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Der Löwenanteil der Entwicklungskosten wurde zunächst von den Initiatoren übernommen. Zuschüsse von ca. 150.000 Euro gab es über genehmigte Forschungsprojekte durch das KompetenzZentrum Wasser Berlin, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und durch die Berliner Wasserbetriebe. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat im April 2007 Fördermittel in Höhe von 1,9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Projekt wäre aber niemals so weit gekommen, wenn es nicht von vielen Fachleuten, Förderern und Enthusiasten kostenlos unterstützt worden wäre.
Zur Mischkanalisation
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Wann gibt es Einleitungen aus der Mischkanalisation in die Spree?
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Nur bei so genannten "Starkregenereignissen", also sehr heftigen Regenfällen. Dies passiert ungefähr 10 bis 30 Mal pro Jahr. Dann kann die Kanalisation das Abwasser nicht mehr komplett aufnehmen, weil die Mengen zu groß sind.
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Wie viele Rohre der Mischkanalisation münden in die Spree?
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63 im Stadtgebiet von Berlin.
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Muss an jedes Rohr ein Modul angeschlossen werden?
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Im Prinzip ja. Es gibt aber auch Überlegungen, mehrere Rohre zusammenzufassen. Weiterhin gibt es Stellen in der Spree, an denen die Module nicht aufgestellt werden können, weil beispielsweise der Fluss nicht breit genug ist. Dort müssen andere, konventionelle, und leider auch teurere Systeme zum Einsatz kommen.
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Wie viel Abwasser aus der Mischkanalisation fließt pro Jahr in die Spree?
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Für das Gebiet zwischen Elsenbrücke und Schillingbrücke liegt die jährliche Menge bei ca. 340.000 m3. Für die gesamte Spree liegen keine Zahlen vor. Die Gesamtmenge, die pro Jahr aus der Mischkanalisation in die Berliner Gewässer fließt, liegt bei 6 bis 7 Millionen m3. Dies entspricht fast dem vierfachen Volumen des Berliner Schlachtensees.
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Was könnte man noch tun, um die Einleitungen zu vermindern?
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Um bei einem Regenereignis die Entlastung von gemischtem Regen- und Abwasser in die Gewässer zu reduzieren oder zu verhindern, steht eine Reihe von Verfahren zur Verfügung. Diese unterscheiden sich im
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Wesentlichen dadurch, ob das Wasser vor (dezentrale Regenwasserbewirtschaftung) oder nach der Einleitung (zentrale Regenwasserbewirtschaftung) in die Kanalisationssysteme gespeichert wird. Welche Maßnahmen im spezifischen Fall zur Anwendung kommen oder kombiniert werden, ist Teil eines Entscheidungsprozesses, bei dem die stadtökologischen Auswirkungen, die Dimension der Baumaßnahmen, die vorgefundenen baulichen Gegebenheiten, die Eigentumsverhältnisse sowie ökonomische Faktoren usw. zu vergleichen und abzuwägen sind. Eine genaue Auflistung der Vor- und Nachteile ist unter der Rubrik "Mischkanalisation/Zentrale und dezentrale Maßnahmen" zu finden.
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Ist die Mischkanalisation die einzige Verschmutzungsquelle?
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Nein. Es gibt vier Hauptbelastungsquellen:
- Der Eintrag von Düngemitteln aus der Landwirtschaft.
- Die Einleitungen durch das Klärwerk Münchehofe in der Nähe des Müggelsees.
- Die Einleitungen aus der Trennkanalisation zwischen dem Müggelsee und der Elsenbrücke in Berlin Treptow-Köpenick.
- Die Mischkanalisation zwischen der Elsenbrücke und der Mündung der Spree in die Havel.
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Gibt es Chemiefabriken, die den Fluss verschmutzen?
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Dies ist eine der am häufigsten gestellten Fragen. Entlang der Spree gibt es nach unseren Recherchen keine Chemiefabriken. Weiterhin gibt es durch den Strukturwandel in den neuen Bundesländern auch sonst entlang der Spree im Gegensatz zu früher kaum noch Industrie.
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Gibt es in anderen Städten ähnliche Probleme?
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Ja. Das System der Mischkanalisation wurde im 19. Jahrhundert in vielen europäischen und amerikanischen Städten eingeführt.
Fragen zur Spree
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Welche Fische gibt es in der Stadtspree?
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In der Stadtspree gibt es 18 Arten, darunter Blei, Stichling, Karausche und Zander.
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Wem gehört die Spree, wer ist für sie zuständig?
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Die Spree ist Eigentum der Bundesrepublik Deutschland. Die wichtigsten Behörden für die Verwaltung des Flusses in Berlin sind das Wasser- und Schifffahrtsamt sowie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.
Zur Wasserrahmenrichtlinie
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Was wird gefordert?
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Die Wasserrahmenrichtlinie ("Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2000 zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik") fordert die Herstellung von einem "guten Zustand" der europäischen Gewässer bis 2015.
bis Ende 2009: Erstellen von Maßnahmenprogrammen und Bewirtschaftungsplänen
bis Ende 2012: Umsetzen der Maßnahmenprogramme
bis Ende 2015: Erreichen der vorgegebenen Umweltziele
- Preisträger:
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Gefördert durch:
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Mit freundlicher
Unterstützung:
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Ausstellungspartner des
Deutschen Pavillons
balancity - EXPO 2010
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